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Champions Cup 2018

Ganz Wien in Berlin!


Von Freitag 23.11.2018 bis Sonntag 25.11.2018 fand in Berlin zum 30. Mal die inoffizielle Club-Weltweltmeisterschaft im Unterwasserrugby statt, der Champions Cup. Der UWRC Wien war als österreichischer Vertreter mit zwei Mannschaften dabei, da sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren 2018 der Staatsmeister(innen)titel im Mai 2018 errungen bzw. verteidigt werden konnte.

Für beide Mannschaften galt es das Vorjahresergebnis zu verbessern. Nachstehend wird daher der Bericht gesplittet, so dass jeweils der Turnierverlauf jeder der beiden Mannschaften nachvollzogen werden kann.

Herrenmannschaft (UWRC-m).

In Summe traten beim Champions Cup 2018 15 Herrenmannschaften an. Im vergangenen Jahr (2017) war der UWRC 11 von 14 antretenden Mannschaften geworden – die Ambition für 2018 war eine Verbesserung auf jeden Fall unter die Top 10. Die Gruppenspiel-Auslosung hatte dem UWRC die Mannschaften von Bamberg (deutscher Meister und einer der Co-Favoriten auf den Titel beim CC2018), DYSK aus der Türkei, und dem Team aus Florenz (FIRS) als Gruppengegner beschert. Diese Spiele fanden alle am Freitag statt:

Freitag:

Das erste Spiel gegen die Kollegen aus der Türkei war mit einigen Fragezeichen versehen, da in der türkischen Unterwasser-Szene jüngst doch einige Veränderungen und Umstrukturierungen hinsichtlich der Clubstrukturen stattgefunden haben. Dennoch wusste man, dass man in dem Spiel gegen die spielstarken Türken eher mit Außenseiterchancen heranging. Nach Anpfiff konnte man zunächst gut mithalten, kassierte aber nach einiger Zeit doch einen ersten Gegentreffer. Mehrfach führten schnell ausgeführte Konter zu potentiellen Torchancen gegen die Türken, man konnte diese jedoch nicht final verwerten. Schließlich bekam man allerdings einen Penalty wegen verkeile im Tor zugesprochen welcher zum 2:1 Anschlusstreffer führte. Leider konnte man in einer beherzten Schlussoffensive nicht mehr ausgleichen und musste Schlussendlich noch den 3:1 Treffer hinnehmen. 

Das zweite Spiel fand gegen den deutschen Meister aus Bamberg statt. Man war hier in einer krassen Außenseiterposition und musste mit einem sehr überlegenen Gegner rechnen, so dass die Zielsetzung des Spiels mehr oder weniger darin lag, den drückend überlegenen und mit einer Reihe von langjährigen deutschen Nationalspielern antretenden Gegner zumindest das Leben so schwer wie möglich zu machen. Hieran arbeite man auch bemüht, verlor die Partie aber dennoch mit 0:7

Das dritte Spiel – für die Gruppenplatzierung das wichtigste – fand gegen Florenz statt. Um in der Gruppe den dritten Platz zu erreichen und damit um die Plätze 9 – 12 bespielen zu können, war es unbedingt erforderlich Florenz, dass alle Spiele davor ebenfalls verloren hatte, zu besiegen. Der UWRC startete sehr konzentriert und ein Angriff nach dem anderen lief gegen das Tor der Italiener, die aber recht geschickt verteidigten und durchaus auch am Anfang mithalten konnten. Mit zunehmender Zeit setzten die Angriffe der Wiener den Florentiner allerdings durchaus zu, sodass man zur Halbzeit bereits 2:0 in Führung war. In der zweiten Halbzeit hatte man dann endgültig eine Feldüberlegenheit herausgespielt und war im Stande noch einige Angriffe erfolgreich zum Torabschluss durchzubringen, so dass das Spiel letztlich 5:0 für den UWRC ausging.

Samstag:

Im Kreuzspiel um die Plätze 9 bis 12 trat der UWRC gegen die Pirañas Peñafiel aus Spanien an. Man ging von einer ähnlichen Ausgangslage wie am Tag zuvor gegen den FIRS aus und demzufolge forsch an das Spiel. Offenbar hatte man sich am Tag davor warmgespielt, oder hatte auch die Lust an Siegen entdeckt, auf jeden Fall kann man festhalten, dass dieses Spiel wie auf einer schiefen Ebene in Richtung des spanischen Tors verlief und man am Ende mit 12:0 siegreich aus dem Pool stieg.

Sonntag:

Das Spiel um den 9. Platz fand gegen die Mannschaft aus Australien – UNSW Whales – statt, welche am Tag davor die Mannschaft aus den USA (Boston Narwhals) geschlagen hatte. Man wähnte sich vor dem Spiel gegen die zwar physisch starken, aber hinsichtlich Ballgewandtheit wohl dem UWRC nicht ganz ebenbürtigen Australier in einer leichten Favoritenrolle. Dennoch urgierte Andreas S. als Mannschaftskapitän höchste Konzentration vor dem Spiel. Und tatsächlich lief das Spiel durchaus auf einer Augenhöhe ab. Der UWRC konnte zunächst ein Tor aus dem Spielverlauf erzielen, dann noch ein zweites. Nach der Pause bekamen die Australier einen Penalty zuerkannt. Jan K. trat als Torwart an, ein australischer Spieler stürmte an. Nach einigem Gerangel gelang es dem australischen Stürmer den Ball in den Korb zu befördern, so dass nun ein 2:1 auf der Anzeigetafel aufschien. Das Spielfinale war dementsprechend spannungsgeladen, dennoch konnte der UWRC mit einer beherzten Leistung den Spielstand verteidigen und somit als 9. des Gesamt-rankings des CC2018 durchaus zufrieden den restlichen Spielen folgen und danach die Heimreise antreten.

Der 9. von 15. Plätzen liest sich beim ersten Hinschauen nicht als besondere Platzierung, bedenkt man aber, dass es sich beim CC um die Clubweltmeisterschaft handelt, ist diese Platzierung ein Achtungserfolg für den UWRC und das Unterwasserrugby in Österreich. Für 2019 steht nun für den UWRC die Verteidigung des Staatsmeister-Titels auf dem Programm, sowie – wenn dieses erste Ziel gelingt – wieder der Champions Cup. Bei konsequentem Training und Konzentration auf die UWRC-Tugenden, wie schnelles, bodennahes Spiel, rasches Passen, und konsequente taktische Umsetzung der jeweiligen Spielstrategie, sowie einer Prise Losglück ist das Anstreben der Top 8 beim Champions Cup sicherlich ein ambitioniertes, jedoch auch erreichbares Ziel.

Ergebnisse – UWRC-m: („Herrenmannschaft“)

Gruppenspiele:

DYSK - UWRC Wien (m) Fr 11:00 3:1

Bamberg - UWRC Wien (m) Fr 16:00 7:0

UWRC Wien (m) - FIRS [m] Fr 21:00 5:0

Kreuzspiel:

UWRC Wien (m) - Pirañas Peñafiel Sa 16:00 12:0

Spiel um Platz 9:

UWRC Wien (m) - UNSW Whales Su 10:30 2:1

UWRC-m („Herrenmannschaft“)

Thomas D., Juan Pablo E., Peter K., Jan K., Balduin L., Peter M., Matthias N., Ulrich P., Andreas S. (Kapitän), Andreas T., Marcus W., Jan-Ove W., Matthias W., Thorsten ?.

Damen-Team:

Freitag:

Erstmals in der Geschichte des Champions Cups waren nicht nur 12 Damenteams am Start, sondern mit FAT-UWR auch das erste Mal ein Team aus Asien. Im Vergangenen Jahr mussten sich die Wienerinnen durch einige Ausfälle geschwächt mit dem letzten Platz zufrieden geben, welcher für diese heuer außer Frage stand. Man hatte viel gemeinsam trainiert und entsprechend sollten die Lorbeeren nun geerntet werden. Auf dem Programm standen in der Gruppenphase die Teams aus Duisburg (DE) und Helvetia (SUI), wobei die Schweizerinnen das erste und einzige Spiel am Freitag sein sollten. 

Freitag:

Mit ein wenig Unsicherheit ging man in das Spiel gegen die Schweizerinnen, wusste man doch nicht genau, was für ein Team einen erwarten würde. Das Team Helvetia trat erstmalig beim Champions Cup an. Man kannte einige Spielerinnen und wusste ob deren Spielstärke, doch war nicht klar, wie gut die Mannschaft eingespielt war. Entsprechend startete man in das Spiel und stellt fest, dass die Schweizereinnen nicht einfach so das Feld räumen wollten. Man war zwar offensiv durchaus präsenter doch konnten die Kontrahentinnen immer wieder geschickt Angriffe abwenden und durchaus auch gefährliche Konter einleiten. Am Ende konnte man dann allerdings doch zwei zwingende Torchancen verwerten und beendete das Spiel nach einem Gegentreffer mit 2:1. Dies war bereits ein durchaus wichtiger Erfolg, da man nun um die Plätze 1-8 mitspielen würde und somit bereits jetzt das Vorjahresziel übertroffen hatte.  

Samstag:

Bereits früh morgens Stand das Spiel gegen den Meister aus Duisburg am Spielplan. Da eine deutsche Mannschaft im letzen Jahr den Titel für sich entscheiden konnte, wusste man sich hier einem durchaus hartem Gegner gegenüber. Nichts desto trotz ging man entschlossen in das Spiel und wollte –gleich den Herren- dem deutschen Meister das Leben so schwer wie nur irgendwie möglich machen. Zur eigenen Überraschung fand man sich allerdings einem unerwartet unkoordiniertem FS Duisburg entgegen und konnte zur Überraschung aller Beteiligten mit 1:0 durch einen Konter in Führung gehen. Dieser sollte allerdings auch den deutschen Damen einen dezenten Weckruf geben, welche nun weit energischer in das Spiel gingen, um auch nur kurz darauf den Ausgleich zu erzielen. Man ließ sich durch den Ausgleich allerdings nicht so schnell entmutigen und kämpfte beherzt um jeden Ball, auch wenn die Deutschen diesen doch öfters für sich behaupten konnten. Im Verlauf des Spieles konnten diese dann doch auch einige Male zwingende Situationen am Tor der Wienerinnen erzwingen und somit das Spiel mit 4:1 für sich entscheiden. Dennoch war man durchaus zufrieden mit der gezeigten Leistung.

Am Nachmittag stand nun das Kreuzspiel gegen den erstplatzierten der Gruppe B, Akkaren aus Norwegen, auf dem Spielplan.Entsprechend Erfahrungen aus den letzten Jahren und durch die Ergebnisse der Vorrundenspiele wusste man sich hier dem Turnier-Favoriten gegenüber. Entsprechend musste man sich auch dem Druck der äußerst spiel-erfahrenen Norwegerinnen (Mannschaftsschnitt von 38 Jahren) fügen, welche bis zum Schluss mit hohem Einsatz, exzellentem Ballgeschick und beträchtlicher Geschwindigkeit ins Spiel gingen. Das Spiel endete somit mit einem 11:0 Sieg für die nordischen Kontrahentinnen, welche schlussendlich klar den Turniersieg mit einem 5:0 über den FS Duisburg davontragen sollten.

Sonntag:

Auch am Sonntag musste man sich wieder früh Morgens in das kühle Nass begeben, um sich der weiblichen Besetzung der Pirañas Peñafiel aus Spanien zu stellen. Hierbei wusste man sich einem Spiel auf Augenhöhe gegenüber und entsprechend entschlossen ging man in das Spiel. Es zeigte sich auch bald, dass die offensive der Wienerinnen der spanischen Defensive mehr und mehr zusetzte und man so in der ersten Halbzeit noch 2:0 in Führung gehen konnte. Die Spanierinnen versuchten beherzt sich im Spiel zu halten und kamen vereinzelt immer wieder in die Hälfte der Österreicherinnen doch schlussendlich sollte das starke Pressing der Wienerinnen deren Angriffe durchaus schnell und gezielt entschärfen. Entsprechend konnte man auch in der zweiten Halbzeit nochmals das Tempo erhöhen und die Spanierinnen mehr oder minder permanent in die eigene Hälfte zurückzwingen. Man eröffnete ein Dauerfeuer auf das Spanische Tor, welches mit einem finalen Stand von 5:0 belohnt wurde. Somit befand man sich nun im Spiel um Platz 5 gegen die Black Mermaids aus Schweden

Nach dem Sieg über die Spanierinnen, konnte man sich nun auf die letzten Gegnerinnen des Champions Cups konzentrieren.Die Black Mermaids waren in den letzten Jahren meist nur mit einer Nachwuchsmannschaft beim Champions Cup vertreten. Dieses Jahr allerdings, fand sich eine durchmischte Mannschaft aus routinierten Spielerinnen und mittlerweile durchaus erfahrenen Nachwuchspielerinnen, welche man doch als Favoriten sehen musste. Selbstbewusst durch den Sieg am Morgen aber doch auch schon ein wenig lädiert durch die Spiele der letzten Tage ging man in das Match. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass die Schwedinnen mehr als nur ernst-zu-nehmende Gegnerinnen waren. Die Wienerinnen konnten zwar immer wieder aus der eigenen Hälfte ausbrechen und sich durchaus für ein paar Angriffe am Schwedischen Korb behaupten, allerdings klärten diese souverän. Am eigenen Korb musste man starke Attacken der nordischen Frauen hinnehmen, welche dann auch zum finalen Stand von 5:0 führten.

Alles in Allem können die Wienerinnen enorm Stolz auf ihre Leistung sein, hatte man doch erstmals den hervorragenden 6ten Platz erreicht und dies mit einem durchwegs sehr jungen Team. 

Damenmannschaft (UWRC-w).

Gruppenspiele:

UWRC Wien [f] - Helvetia [f] Fr 15:30 2:1

FS Duisburg [f] - UWRC Wien [f] Sa 9:30 4:1

Finalspiele (Viertel- und Semifinale)

Akkaren [f] - UWRC Wien [f] Sa 14:30 11:0

UWRC Wien [f] - Pirañas [f] Su 9:00 5:0

Spiel um Platz 5:

Black Mermaids [f] - UWRC Wien [f] Su 13:30 5:0

For some awesome fotos of the CC 2018 - Check out this link: 

www.facebook.com/ksaweryoroczko/photos/a.520837664993470/520838491660054/


Kommentare:

  • Warum schaut der Doktor denn so, als würd was wehtun?

    28.11.2018 18:23

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