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Gruppenzweiter? CALL sagte der Wiener und ging dann ALL IN

Die Wiener Herren holten sich beim Champions Cup den 9. Platz. Am 27.11.15 um 18:30 Uhr starteten die Wiener Herren erneut beim Champions Cup in Berlin.

Das Auftaktspiel gegen den Gesamtfavoriten Molde begann sehr nervös. Während wir uns erst noch sortieren mussten, weil 3 unserer 14 Spieler nur sehr wenig Spielerfahrung mit dem Rest hatten, starteten die Norweger mit aller Routine und Dominanz die ihnen zur Verfügung stand, um keine Zweifel am Ergebnis zu lassen. Die erste Hälfte endete mit einem ernüchternden 0:5. Nach dem Seitenwechsel jedoch schienen einige Worte in der Halbzeitpause Wirkung gezeigt zu haben. Mit mehr Selbstbewusstsein und schlüssigeren Aktionen gelang es uns immerhin 6 Minuten lang unseren Korb sauber zu halten. Kurz vor Schluss drehten Iver, Jorgen und Co noch mal auf und beendeten die einseitige Partie mit einem klaren 8:0.

Am Samstagmorgen um 8:30, Auftaktspiel für Tag 2 des Champions Cup. Einerseits ist das erfahrungsgemäß der exakte Zeitpunkt unseres Leistungszenits über den Verlauf des Tages, andererseits das erste Spiel für unsere Gegner, Aquanavt aus Russland. Nach ausgiebigem Aufwärmen, um die frühmorgendlichen Lethargie abzuschütteln, startet unsere wichtigste Partie des Turniers. Klar ist: wer hier verliert, darf nur noch um die Ränge streiten. Der Gewinner spielt mit den „großen Jungs“ um die Plätze 1 bis 8.

Die Partie beginnt anfangs eher ausgeglichen, dafür aber körperbetont. Über die erste Hälfte hinweg erarbeiteten wir uns jedoch mehr und mehr Spielanteile. Die Halbzeitpause beendete eine schöne Druckphase auf das russische Tor. Leider kranken wir jedoch an unserer altbekannten Angriffsschwäche und schaffen kaum wirklich zwingenden Aktionen um den gegnerischen Korb zu fabrizieren. Mitte der zweiten Halbzeit dann der Schock: einen kurzen Moment war unsere Staffelung im Ballbesitz zu locker und einem schnellen Ballverlust folgte ein schneller Konter. Der Ballführende Spieler schlug ungebremst beim Tormann ein und kann nach kurzem Kampf zum 1:0 einlegen. Danach fanden wir uns mit dem Rücken an der Wand wieder, plötzlich im Zugzwang selbst ein Tor in der regulären Spielzeit nachzulegen. Wir versuchen alles nach vorne zu werfen, obwohl das nicht unsere gewohnte Spielweise ist. In dem Versuch das Forechecking aggressiver werden zu lassen kam die dichte Untertorverteidigung einmal zu kurz. Aquanavt spielt sich ein zweites Mal in eine super Position für den Torangriff und es klingelte. Das 2:0 besiegelte den Ausgang des Spiels.

Enttäuscht von dieser Niederlage, die gleichzeitig bedeutet, dass wir den 8. Platz vom letzten Jahr nicht wiederholen können, mussten wir nun den unleidigen Kampf im unteren Drittel beginnen. Als erstes stand ein Spiel gegen FIRS an, das Team aus Florenz. Wir hatten in der Vergangenheit meist die Nase vorn in diesem Match up, doch leicht war es nie. Also hieß es: Frust abschütteln, weitermachen. Die Italiener waren selbstbewusst und legten sich nicht hinten rein. Bei beiden Teams ergaben sich Chancen, beide Teams machten Fehler. Ziemlich bald jedoch gelang es uns das erste Tor des Turniers zu erspielen. Torsten L. legte den Ball zur 1:0 Führung zwischen die gegnerischen Stäbe. Das italienische Team schreckte jedoch keinesfalls zurück, ganz im Gegenteil. Sie suchten umso energischer ihre Chance und wurden kurz vor der Pause mit einem Penalty belohnt. Jan Kindermann trat als Verteidiger an, musste aber bereits nach kurzer Zeit den Ball aus dem eigenen Korb nehmen. Die zweite Halbzeit wurde zu einem offenen Schlagabtausch, endete aber zu aller Überraschung torlos. Im Strafwurfwerfen begann FIRS, Matthias N. verteidigte. Er spekulierte früh und kassierte das Tor. Im Gegenzug versenkte Andreas S., indem er den Verteidiger nach ca. 30 Sekunden zum auftauchen verlockte und dann ins freie Tor einlochen konnte. Den zweiten Strafwurf der Italiener verteidigte Jan K. Zu seinem Glück beabsichtigte der Stürmer ziemlich lang von oben an ihn heranzukommen. Zuletzt verlierte er den Ball aus den Händen, als er versuchte ihn unter dem Rücken des Torwarts zu führen. Den freigewordenen Ball konnte Kindermann einsammeln und brachte ihn zur Oberfläche. Andrej S. verwandelte souverän auf der anderen Seite und sicherte dem UWRC den Sieg. Damit war für uns Feierabend am zweiten Turniertag.

Am Sonntag standen im Spiel um Platz 9. die Meister aus der Schweiz, der USZ Zürich auf dem Plan. Das Spiel begann fahrig, die Schweizer spielten offensiv mit. Zu unserem Glück. Die meisten Zweikämpfe konnten wir für uns behaupten, wodurch sich zahlreiche Konterchancen ergaben. Zur Halbzeit stand es verdiente 2:0. In der zweiten Hälfte konnte USZ beim Tempo nicht mehr mithalten und das Spiel endete 5:0. Torschützen in der Partie waren Peter K., Thomas D., Juan E., Jan K. und Otmar W..